Rezension - "Libellen im Kopf"

"Libellen im Kopf" von Gavin Extence
Originaltitel: "The Mirror World of Melody Black"
 


Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …


         
*Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten*
*Meine Meinung ist jedoch meine eigene und hat nichts mit dem Erhalt des Buches zu tun*



Ihr wisst ja nicht was für ein tolles Gefühl es ist endlich mal etwas lesen zu können - einfach weil ihr gerade Lust darauf habt und es nicht irgendwann einmal in einer Klausur geprüft wird. Oder vielleicht kennt ihr das doch und wisst genau was ich meine ;) 

Jedenfalls, habe ich endlich mal ein bisschen Zeit gehabt etwas zu lesen was nichts mit meinem Konvervatiorium zu hat, also ein Hallelujah darauf meine Freunde! *Hallelujah*

Dieses Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen, als ich es beim Bloggerportal gesehen und hab es sofort bei Goodreads hinzugefügt, einfach weil es mal etwas anderes ist: 
Auf den ersten Blick scheint Abbys Leben ganz normal. Sie wohnt mit ihrem Freund zusammen in London, verdient Geld in dem sie Zeitungsartikel schreibt und sonst scheint auch alles gut zu laufen. Doch tief in ihrem Inneren sieht es bei Abby ganz anders aus. Manchmal verlässt sie tagelang das Haus nicht und dann sieht man sie aufgetakelt die Straße hinunterlaufen. Als sie eines Tages ihren Nachbarn Simon Black tot in seiner Wohnung auffindet, gerät Abbys Leben noch stärker aus ihrer Kontrolle. Danach hat sie ständig Stimmungsschwankungen - mal ist sie euphorisch und über alle Wolken, dann hat sie wiederum tiefste Depressionen und will ihr Bett nicht verlassen. Am Ende wird es so schlimm, dass sie sogar in eine geschlossene Einrichtung eingeliefert wird. Doch Abby will sich nicht eingestehen, dass sie nicht gesund ist und verliert immer mehr die Kontrolle über ihr Leben ... 

Ich habe mich so für dieses Buch interessiert, da es einfach mal etwas anderes war - etwas was ich bisher noch nicht gelesen hatte. Und es hat mir gut gefallen. Extence hat einen schönen Schreibstil und einen scharfen Sinn für Humor und Charakteraufbau. Auch hat er die Geschichte aus eigener Erfahrung geschrieben (er leidet ebenfalls an eine bipolaren Störung), was ebenfalls sehr interessant war. Der einzige Makel, in meinen Augen, lag daran, dass es öfters so schien als würden Teile der Geschichte fehlen. Sachen die Abby getan hat, die man aber selbst nicht miterlebt hat. Aber man könnte dies auch als einen Teil der Geschichte ansehen, denn sie wird ja aus Abbys Sicht erzählt und man könnte dies als eine "unzuverlässige Erzählerin" ansehen. Die Geschichte liest sich relativ schnell und einfach - auf alle Fälle lernt man etwas dabei! 

Ich werde definitiv den anderen Roman von Extence lesen und ich würde das Buch auch jedem empfehlen, einfach weil es diverser ist und hilft den eigenen Horizont ein bisschen zu erweitern. 


Titel: Libellen im Kopf (OT: The Mirror World of Melody Black) 

Autor/in: Gavin Extence 

Erscheinungsdatum: 14. November 2016

Seitenanzahl: 352

Verlag: LIMES Verlag 

ISBN: 9783809026341

Genre: Fiction, Contemporary, Mental Health, Adult 



    












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